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Begriff Lexikon
GablonzerGablonzer (Glas) hat seinen Ursprung in Gablonz an der Neiße, einer ehemals deutsch besiedelten Stadt in Nordböhmen. Hier wurden bereits im 16. Jh. Glaswaren erzeugt und ein neues Verständnis von Schmuck entwickelt: durch das freie Kombinieren von Glas, Kunststoff und unedlen Metallen wurde Schmuck in unvorstellbarer Farb-, Formen- und Dekorvielfalt erzeugt. Glasperlen, Straß, Cabouchons, Colliers, Broschen und Ohrschmuck waren ab Mitte des 19. Jh. in aller Welt beliebt. Nach Ende des zweiten Weltkrieges siedelten sich die aus ihrer nordböhmischen Heimat vertriebenen Kunsthandwerker in einem Stadtteil von Kaufbeuren (Bayern) an und bilden heute den weltweit größten Verbund Modeschmuck herstellender Betriebe.
 
GagatGagat ist eine Form von versteinerter Kohle. Dieser auch als "Jet", "Jett" oder "Schwarzer Bernstein" bekannte Stein wurde im Erdzeitalter des Jura aus dem Holz der Araukarien (einer Schuppentannenart) gebildet und weist eine tiefschwarze Färbung sowie einen samtartigen Fettglanz auf. Gagat wurde bereits von den Römern zu Schmuck, Spinnwirteln und Amuletten verarbeitet. Ab dem Mittelalter stellte man aus ihm Rosenkränze und Trauerschmuck her, weshalb er mancherorts auch "Witwenstein" genannt wurde.
 
GlasGlas entsteht durch das Schmelzen verschiedener Substanzen, u.a. Quarzsand, Kalk, Pottasche, Natriumcarbonat und Feldspat. Wo die Glasherstellung erfunden wurde, läßt sich nicht mit Genauigkeit bestimmen. Als gesichert gilt jedoch die erste textliche Erwähnung um etwa 1.600 v.Chr., das älteste Glasgefäß entstand vermutlich um 1.450 v.Chr. und trägt den Namen von Thutmosis III.